Neue Genossenschaftsidee: Drei Gemeinden profitieren

In Doren und Sulzberg ihren Anfang nehmend setzt die Projekt- und Strukturentwicklungsgenossenschaft (PseG) ihren Erfolgslauf nun in Langenegg fort.

Die Bereitstellung und bestmögliche Verwendung von Liegenschaften, das ist der Zweck der neuen Genossenschaftsidee. Das Institut für Standort-, Regional- und Kommunalentwicklung (ISK) und die Raiffeisenlandesbank Vorarlberg sind Initiatoren und Begleiter der Bürgergenossenschaften.

Den Anstoß für die Gründung der PseG in den drei Gemeinden Doren, Sulzberg und Langenegg war die Absicht, Grundstücke zu sichern. Sie sollten für die wirtschaftliche, touristische und allgemeine Entwicklung der Region und den Wohnbau optimal weiterentwickelt werden. Um dieses Ziel zu gewährleisten, schlossen sich die Bürger zur Genossenschaft zusammen. Unter Einbezug des Know-hows von Fachleuten verschiedener Bereiche arbeiten die PseG nun erfolgreich für eine effektive Nutzung örtlicher Liegenschaften.

Genossenschaft als optimales Modell

Durch das unternehmerische, aber nicht gewinnorientierte Arbeiten der PseG wird die beste Lösung im Sinne der Gemeinde, der Region und der Bürger realisiert. Während ein privater Investor ausschließlich seinen eigenen Gewinn maximieren würde, steht für die Genossenschaft das Wohl vor Ort im Mittelpunkt: Dazu zählen auch die Schaffung neuer Arbeitsplätze und neu nutzbarer Wohnflächen. In Doren, Sulzberg und nun auch in Langenegg profitieren verschiedene Branchen von den PseG: der Tourismus, die Landwirtschaft und viele weitere Gewerbebereiche.

Helmut Blank, Bürgermeister von Sulzberg, meint dazu: „Sulzberg war und ist eine ländlich geprägte Gemeinde, dadurch mussten die Menschen ihre Nahrungs- und Wasserversorgung immer selbst in die Hand nehmen. Mit der PseG konnten wir für diesen Zweck Landflächen kaufen und weiterentwickeln.“´

ISK und Raiffeisenbanken als Partner der PseG

Die Projekt- und Strukturgenossenschaften wurden von Beginn an durch das ISK und die Raiffeisenlandesbank Vorarlberg professionell begleitet. Durch die finanzielle Beteiligung der Raiffeisenlandesbank und der jeweiligen regionalen Raiffeisenbank mit je 20 Prozent profitiert die PseG außerdem von zusätzlichem Kapital.

Nach Doren, Sulzberg und Langenegg sind derzeit weitere vielversprechende PseG im Entstehen – das Institut für Standort-, Regional- und Kommunalentwicklung und die Raiffeisenlandesbank Vorarlberg forcieren diese Entwicklung und stärken damit die neue Genossenschaftsidee in Vorarlberg. Langeneggs Bürgermeister Georg Moosbrugger, zugleich Obmann der PseG, bringt es auf den Punkt: „Durch die Projekt- und Strukturentwicklungsgenossenschaft gewinnen wir alle.“