Neue Genossenschaft serviert Regionales in Vorarlberg

Die Vorarlberger haben Appetit auf regionales Gemüse. Die neue Genossenschaft Rheintal Feldfrüchte stillt ihn – Landwirte aus dem Ländle haben sich darin zusammengeschlossen, um ihre Produkte gemeinsam herzustellen und zu vermarkten. Mit ersten großen Abnehmern wurden bereits Verträge verhandelt.

Die Vorarlberger sind anspruchsvoll, wenn es um ihren Hunger geht. Regionale Produkte sollen es sein, schmackhaft und saisonal. Für die heimischen Landwirte sollte daher alles angerichtet sein, so scheint es. Doch niedrige Preise, hohe Investitionskosten, harte Lebensmittelvorschriften und niedrige Margen machen den Bauern die Arbeit schwer. Im Rheintal haben sich deshalb jetzt einige von ihnen zusammengeschlossen und eine eigene Genossenschaft gegründet. Darin werden Lebensmittel gemeinsam produziert, Betriebsmittel und Maschinen geteilt, die Waren zusammen beworben und vertrieben. Außerdem stellen die Mitglieder an wechselnden Orten im ganzen Land eine Kartoffelkiste auf, an der alle Vorarlberger die regionalen Produkte erwerben können.

Gemeinsamer Appetit

Heimische Gasthäuser, Krankenhäuser, Altenheime, Schulen: Aktuell ist in den Medien immer wieder von fehlender Regionalität auf den Speiseplänen die Rede. Dem wollen die Mitglieder der Rheintal Feldfrüchte eGen ein Ende setzen. „Viele Landwirte in Vorarlberg stehen momentan vor den gleichen Herausforderungen. Warum sollen sie nicht gemeinsam gemeistert werden?“, betont Jürgen Kessler, was der neuen Genossenschaft zugrunde liegt – nämlich die Überzeugung, manche Vorhaben gemeinsam umsetzen zu können, die alleine nicht zu realisieren wären.

Die bewährte Genossenschaftsidee von Raiffeisen lebt in der Rheintal Feldfrüchte eGen weiter. Die Raiffeisenlandesbank Vorarlberg, in deren Revisionsverband die neue Genossenschaft Mitglied ist, hat die Initiatoren von der ersten Idee weg bis zur Gründung vor wenigen Tagen begleitet und berät die Genossenschaft auch in Zukunft.